Warum keine Schweinfleisch für Hunde und Katzen?
Rohes Schweinefleisch ist für Hund und Katze gefährlich! Denn es kann das tödliche Aujeszky-Virus übertragen.
Was ist das für eine Krankheit?
Die Aujeszky’sche Krankheit (auch Pseudowut) ist eine durch das Aujeszky-Virus verursachte Virusinfektion, deren Hauptwirt das Schwein ist. Haus- und Wildschweine können das Virus tragen und ausscheiden, ohne selbst immer schwer zu erkranken. Hunde und Katzen stecken sich meist über rohes Schweinefleisch oder über Speicheltröpfchen vom Schwein (wie bei einem Schnupfen) an.
Bei Hunden und Katzen verläuft die Krankheit immer tödlich, da das Virus das Nervensystem befällt und starken Juckreiz, Lähmungen und Krämpfe verursacht. Eine Behandlung oder Heilung ist nicht möglich, daher ist die Vorbeugung durch Vermeidung roher Schweineprodukte entscheidend.
Deutschland gilt aktuell als Aujeszky-frei. Aber das gilt nur für unsere Mastschweine. Bei deutschen Wildschweinen kommt die Erkrankung immer wieder vor. Daher treten Infektionen in Deutschland vor allem bei Jagdhunden auf, die eine frische Schwarzwild-Spur verfolgen.
Was bedeutet das Ganze für Sie als Hundehalter und Katzenpersonal? Sie haben keinen Jagdhund und füttern kein Schweinefleisch. Dann ist doch alles gut.
Sollte man meinen.
ABER
Was ist mit dem übriggebliebenen Frühstücksmett? Was mit dem kalt geräucherten Schinken? Was mit den Schweineohren aus dem Tierfutterladen?
Generell gilt: Alles, was nicht über 70°C erhitzt ist, bedeutet eine Gefahr für Hund und Katze. Deswegen besser FINGER WEG! Kann der Tierfutterladen Ihres Vertrauens garantieren, dass die Schweineohren bei über 70°C getrocknet wurden? Und kommen alle Produkte aus Deutschland? Vetfoodcoach hat sich umgehört: Die meisten wissen es schlichtweg nicht.
FAZIT
Rohes Schwein wird häufiger gefüttert, als man meint. Wer ganz sicher sein möchte, meidet Produkte aus Schwein – in jeder Form – für seinen Hund und seine Katze. Ausnahme sind Dosenprodukte, die sind immer ausreichend erhitzt.